Kurs 667
04.-06.06.2027
Therapieanträge,
Zweitgutachten und andere Katastrophen
Dr. Dipl.-Psych. Mareike Scheidig, Berlin und
Dipl.-Ing. Michael Holznagel, Berlin
Inhalt:
Qualifizierte Therapieanträge sind ein mögliches Werkzeug
für eine erfolgreiche The-rapie. Das Gutachterverfahren
wurde 1967 eingeführt, als es noch keine Standards dafür
in der Psychotherapeuten-Ausbildung gab und keine
kontrollierte Weiterbil-dung. Die Therapieforschung stand
in den Anfängen und qualifizierte Ausbildungs-institute
waren rar. Schon lange sind dies jetzt übliche
Ausbildungsinhalte und Prü-fungsanforderung für jeden
Psychotherapeuten. Es ist also ein Relikt des „kalten
Krieges“ aus grauer Vorzeit. Aufgrund der notwendig hohen
Arbeitsleistung bei der Erstellung des Antrags und der
lächerlichen Honorierung ist diese Tätigkeit bei den
meisten Kollegen mit hoher Abwehr besetzt.
Sie erwerben Wissen für den Umgang bei Ablehnungen durch
Gutachter und für die Einleitung von Verfahren für
Zweitgutachten. Deren erfolgreiche Abwicklung.
wird Ihnen anhand von Beispielen dargestellt.
Methoden:
Ausgehend von Musterbeispielen werden auch KI-basiert für
alle F-Diagnosegruppen Algorithmen für die Antragstellung
entwickelt. Besonderes Augenmerk wird auf die
Gratwande-rung zwischen individuellen, patientengerechten
Formulierungen und allgemeinen, therapieprozess-relevanten
Ausführungen gelegt.
Ziel:
Sie gehen nach drei Tagen mit einem fundierten
Handlungswissen und einem kla-ren, zeitökonomischen
Leitfaden zum Erstellen ihrer Anträge nach Hause.
Bitte auch eigene unerledigte Fälle mitbringen.
