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Kurs 441
28./29.02.2020
Ich versteh‘ die Jugend nicht….
 Dipl.-Psych. Katja Sachse, Dipl.-Psych. Johannes Möbius Dresden

„Ich versteh die Jugend nicht! – Jugendkultur, Jugendsprache, Helden und Vorbilder der Generation Y"

In der therapeutischen Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen werden unser Wissen, unsere Toleranz und Verständnis manchmal auf eine harte Probe gestellt. Aber auch von Erwachsenen, die als Eltern, Erzieher oder Lehrer mit Jugendlichen im Kontakt stehen, werden wir Rat suchend als Experten angesprochen – oft ohne dabei selbst sicher zu sein. Was heißt eigentlich CR7? Wie war das mit Fidget Spinnern, Winx, Pokemon-Go, Ninja-Ninjago? Finden Sie Ayumis auch so kawaii? Waren Sie schon in Bibis Beauty Palace oder bei XLaeta. Mögen Sie Vlogs? Haben Sie sich auch schon gefragt, wie viel ein Instagram wiegt? Was unterscheidet Battle-Rap, Hip-Hop, Big Beat, Techno, Post-Punk, Sluge Metal, Djent und Prog? Wie verhalten Sie sich, wenn Sie zum Abschied „reinhauen“ sollen?

Das Seminar soll auf spielerisch-unterhaltsame Weise eine Entdeckungsreise durch verschiedenste Bereiche des Dschungels Jugendkultur ermöglichen, „weiße Flecken“ der Szenelandkarten verkleinern helfen und Sprachfertigkeiten in „Jugendlich“ stärken.

Inhalt:
Jugend ist die Zeitspanne des Lebens, die immer länger wird, sich dabei aber immer weniger klar von Kindheit und Erwachsensein abgrenzen lässt. Jeder definiert für sich, ob und wann er sich als erwachsen betrachten möchte. Dabei gibt es gerade im „echten“ Jugendalter ein großes Bedürfnis nach Gruppenzuge­hörigkeit, Identifikation, Idealisierung und Abgrenzung. Einerseits haben dem entsprechend soziale Medien, Anglizismen und internationale Stars und Sternchen die Jugend der Welt zusammenrücken lassen. Andererseits besteht eine zunehmende Heterogenität der Menschen, die wir als „echte Jugendliche“ bezeichnen könnten - über eine immer komplexe und zunehmend kodierte Sprache sowie Splitterung in verschiedenste Gruppen, Subkulturen und Szenen.

Wir wollen soziologische und psychologische Modelle von Jugend und Generation Y vorstellen sowie Subgruppen unterscheiden helfen und einen Streifzug durch verschiedene Szenen, Aktivitäten, Vorbilder und Heldengalerien wagen. Aktuelle Werte und Normen sollen dabei beleuchtet und ausgiebig diskutiert werden dürfen.

Methode:
Vortrag und Diskussion; Arbeit mit möglichst vielen praktischen Beispielen in Form von Musik, Sprachbeispielen, Spielen/Spielzeug, Foreninhalten etc.; Möglichkeit zur Reflexion eigener Werte und Grenzen im Umgang mit Jugend; Arbeit in Großgruppe, Kleingruppen und selbstreflexive Anteile;
herausarbeiten therapeutisch nutzbarer Strategien mit Jugendlichen bzw. im Umgang mit Hilfe suchenden Erwachsenen im Kontext Jugend

Ziel:
Vermittlung aktueller Modelle von Jugend, Jugendkulturen, Werten & Normen,
Stärkung der Kenntnisse hinsichtlich Jugendsprache, Jugendkulturen, Szenen, Verbesserung der persönlichen Fertigkeiten zum empathischen Umgang mit Jugendlichen und der Fähigkeiten zum Perspektivwechsel

Kursgebühr: 320€



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