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Kurs 423
14./15.06.2019
„Alles Plausi - oder was?“
Dipl.-Psych. Daniela Ehrenberg, Wolfsburg

Inhalt:
Plausibilitätsprüfungen sind eine gesetzlich definierte Aufgabe der Kassenärztliche Vereinigungen und der gesetzlichen Krankenkassen. Obwohl diese Prüfmaßnahmen die Ausnahme und nicht die Regel sind, sind viele niedergelassene Psychotherapeuten dahingehend sehr verunsichert. Mit der Plausibilitätsprüfung werden Auffälligkeiten in der vertragsärztlichen Abrechnung überprüft und gegebenenfalls korrigiert. In einer Plausibilitätsprüfung wird die Fehlerhaftigkeit ärztlicher und psychotherapeutischer Abrechnungen abgeklärt. Anhaltspunkte für die Vermutung einer Fehlerhaftigkeit sind Abrechnungsauffälligkeiten, die sich vor allem bei Zeitprofilüberschreitungen und/oder bei sonstigen Verdachtsmomenten ergeben, etwa wenn der KV von Dritten (Patienten, unzufriedenen nachgeordneten Mitarbeitern etc.) stichhaltige Hinweise auf Abrechnungsmängel bekannt werden. Die meist anzutreffende Prüfung betrifft die Zeitprofile, die anhand der im EBM (Anhang 3) niedergelegten Zeiten berechnet werden. Lässt sich die Vermutung der Implausibilität nicht widerlegen, drohen nachhaltige Sanktionen, z.B. in Form von Honorarrückforderungen seitens der KV, die sich sogar auf mehrere Jahre erstrecken können. Daneben kann es zu disziplinar-, berufs- und strafrechtlichen, bei angestellten Ärzten auch zu arbeitsrechtlichen Sanktionen kommen. Das Thema mag als unerfreulich empfunden werden, es lohnt sich jedoch, sich detailliert mit dem Abrechnungswesen zu beschäftigen, um unter Umständen existenzielle Folgen zu vermeiden.

Methoden:
Bei der Auseinandersetzung mit der Thematik „Abrechnung von psychotherapeutischen Leistungen und Plausibilitätsprüfungen“ wird die Beantwortung folgender Fragen angestrebt:

  • Was ist die rechtliche Grundlage von Plausibilitätsprüfungen?
  • Was ist bei der Abrechnung von psychotherapeutischen Leistungen zu beachten?
  • Was passiert bei einer Plausibilitätsprüfung und warum gibt es diese?
  • Was wird bei einer Plausibilitätsprüfung eigentlich geprüft und wann gilt eine Abrechnung als implausibel?
  • Welche Konsequenzen kann dies haben und welche Veränderungen und Neuerungen gibt es zwischenzeitlich?

Ziel:
Jeder Teilnehmer soll einen aktuellen Überblick über die gesetzlichen Grundlagen zur Abrechnung von psychotherapeutischen Leistungen erhalten. Dabei sollen die Teilnehmer praktisches Wissen zur Abrechnungsoptimierung aufbauen. Darüber hinaus sollen konkrete Maßnahmen erarbeitet werden, die das Abrechnungswesen erleichtern und die dabei helfen, Plausibilitätsprüfungen vorzubeugen.

Kursgebühr:  320€

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