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Kurs 404    
07./08.09.2018          
Der Psychotherapeut zwischen medizinischem Engagement und Selbstfürsorge

Dipl.-Psych. Daniela Ehrenberg, Wolfsburg

Inhalt:
Niedergelassene Psychotherapeuten mit einer Kassenzulassung sind durch ihre Ausbildung in einem Richtlinienverfahren sehr gut fachlich ausgebildet. Selten sind sie aber auf die unternehmerische Seite ihrer Tätigkeit angemessen vorbereitet.  Der betriebswirtschaftliche Blick auf die eigene Praxis ist für viele Psychotherapeuten immer noch ungewohnt und viele überlassen dieses leidliche Thema gern ihrem Steuerberater. Im Gegensatz zur USA wird in Deutschland die Profitabilität der psychotherapeutischen Arbeit kaum diskutiert. Auch wenn die meisten Kollegen mit einer Kassenzulassung derzeit nicht über zu wenig Nachfrage nach Psychotherapie klagen, gibt es keine Garantie, dass das so bleibt. Bereits kleine gesetzliche Änderungen haben große Auswirkungen auf die betriebswirtschaftliche Situation der Praxen, wie man z.B. an der Änderung der Psychotherapie-Richtlinie des Gemeinsamen Bundes­aus­schusses vom 16. Juni sehen kann, einer umfassenden Strukturreform der psychotherapeutischen Versorgung. Deswegen lohnt es, sich Gedanken darüber zu machen, was es bedeutet, langfristig „marktfähig“ zu werden oder zu bleiben und wie man mit dem Spannungsfeld zwischen der eigenen Rolle als „Helfer“, „Begleiter“ und „Unterstützer“ einerseits und „Unternehmer“ andererseits umgehen möchte.

Methoden:
Es wird ein kritischer Austausch angeregt, in dem die praktischen Erfahrungen mit der Änderung der Psychotherapierichtlinie aufgegriffen werden. Auf dieser Basis werden praktische Tipps für das Praxismanagement zur betriebswirtschaftlichen und organisatorischen Optimierung entwickelt. Im gemeinsamen Austausch sollen Denkanstöße gegeben werden, um bisheriges Wirtschaften zu überprüfen, sich neu zu positionieren und zukünftig vielleicht stärker auf die Profitabilität des therapeutischen Handelns Wert zu legen.

Ziel:
Jeder Teilnehmer soll neben der eigenen therapeutischen Rolle in seinem Unternehmerbewusstsein gestärkt werden und Ansätze zur betriebswirtschaftlichen Optimierung erhalten. Gleichzeitig soll auch ein Problembewusstsein für diese kapitalistische Haltung und Vermarktung von Mensch/ Patient in unserem Gesundheitssystem geschärft werden.

Kursgebühr:  320€

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