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Kurs 402
22./23.06.2018         
Stabilität und Veränderung sozialer Beziehungen im Alter

Prof. Dr. Peter Kropp und Dr. Britta Müller, Rostock

Inhalt:
Wohlbefinden und Zufriedenheit sind gerade im Alter eng mit sozialen Beziehungen verschränkt. Diese weisen aus biographischer Perspektive sowohl Stabilität als auch Veränderungen auf. Das betrifft sowohl die Struktur sozialer Netzwerke als auch die Qualität sozialer Beziehungen.

Der Kurs vermittelt einen Einblick in aktuelle gerontologische Forschungsergebnisse zu inner- und außerfamiliären Beziehungen im Alter. Es werden Möglichkeiten angesprochen, die zu einer kompetenten und erfolgreichen Gestaltung sozialer Beziehungen im Alter führen können. Sie dienen in erster Linie zwar dem therapeutischen Prozess bei der Behandlung Älterer, sie können jedoch auch im Sinne einer Selbsterfahrung angewendet werden, weil immer gilt "auch du wirst älter!"

Einige Stichworte, wie sie im Kurs behandelt werden: Altern - Neotenie - Kognition im Alter - Schmerz im Alter - Sexualität – alternde Singles – Konflikte in der Paarbeziehung – Eltern und deren erwachsene Kinder - Psychotherapie.

Im Speziellen werden folgende Inhalte behandelt:

1. Was ist Altern – Bedeutung und Wirkung auf mich?
Einführend werden individuelle Erfahrungen des Alterns reflektiert und anschließend vor dem Hintergrund psychologischer und soziologischer Alterstheorien diskutiert.

2. Neotenie –Ein Konzept verzögerten Alterns.
Nach Vorstellung des Konzepts werden in Kleingruppen Möglichkeiten seiner Anwendung in der psychotherapeutischen Behandlung herausgearbeitet.

3. Kognition im Alter.
Nach einem Überblick zu Alternsverläufen kognitiver Leistungen und zu Zusammenhängen zwischen sozialen Beziehungen und Kognition werden in der Diskussion Chancen und Risiken kognitiven Alterns für die psychotherapeutische Behandlung abgeleitet.

4. Schmerz im Alter.
Neben Befunden zu körperlichen Empfindungen mehren sich Erkenntnisse über soziale Schmerzen, die durch Einsamkeit, Verbitterung und Nicht-Wertschätzung moderiert werden. Aktuelle Konzepte und Befunde aus der Schmerzforschung des höheren Alters werden vorgestellt.

5. Zärtlichkeit und Sexualität.
Auch für Menschen im Alter sind Zärtlichkeit und Sexualität bedeutsam. Nach einem Überblick zu aktuellen Forschungsbefunden werden Fälle aus der psychotherapeutischen Praxis diskutiert.

6. Konflikte in Paarbeziehungen.
Verändert sich die Häufigkeit negativer Interaktionen im Alter? Gehen ältere Paare anders als jüngere mit Konflikten um? Gerontologische Forschungsergebnisse werden mit Erfahrungen aus der psychotherapeutischen Praxis verknüpft.

7. Wie gestaltet sich die Beziehung zwischen alten Eltern und deren erwachsenen Kindern?
Welchen Stellenwert hat die Großelternschaft im Alter? Stabilität und Veränderung der Generationsbeziehungen, vor allem bei zunehmenden Gesundheitseinbußen Älterer, werden diskutiert.

8. Psychotherapie im Alter – nicht nur ein neuartiges Berufsfeld in der Psychotherapie, sondern ein Muss für jeden, der Entwicklung als lebenslang erkannt hat und selbst altert. Diskutiert werden Möglichkeiten und Grenzen der Psychotherapie älterer und alter Menschen.

Kursgebühr:  320€

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