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Kurs 390                                         Die besondere Reihe
09./10.03.2018    
Lieber totgelacht als in den Tod gequält - Methoden der (humorvoll-provokativen) Sterbebegleitung

Dipl.-Psych. Sascha Neumann, Berlin

Ist am Ende wirklich Schluss mit lustig? Warum fällt es uns oft so schwer mit Sterbenden und deren Angehörigen umzugehen? Wie können wir angemessen dem Tabu des Sterbens und dem Tod entgegentreten? Diplom-Psychologe Sascha Neumann arbeitet seit zwei Jahren ehrenamtlich als Sterbebegleiter in einem Hospiz. Eine von vielen Erkenntnissen lautet: Am Ende ist nicht Schluss mit lustig! Das Pflegepersonal amüsiert sich im geschützten Raum des Mitarbeiterzimmers an deftigen Witzen, Aggressionen werden abgelacht, Trauer humorvoll verarbeitet. Aber auch Bewohner freuen sich über Humor als eine mit der Welt versöhnende Kraft und als Galgenhumor, um provokant dem Schicksal zu trotzen. Analog der von Elisabeth-Kübler Ross beschriebenen Sterbephasen, lassen sich so unterschiedliche Formen des Humors im Sterben und in der Begleitung von Angehörigen ausmachen. Jedoch: Am schwersten tun sich Angehörige mit dem Lachen angesichts des Sterbens eines lieben Menschen, oft bleibt für sie der Tod humorlose Provokation und Zumutung. Noch immer herrscht ein Tabu, dass angesichts des Todes nicht gelacht werden darf. Aber die Welt hört auch im Sterben nicht auf, komisch zu sein.

Inhalt:
"Der Mensch ist therapiefähig, solange das Fleisch warm ist!“ (Frank Farrelly). Nirgendwo sonst trifft das mehr zu, als in der Arbeit mit Sterbenden. Wie können uns der Humor und die Provokation im Umgang mit Tod und Sterben helfen? In dem zweitägigen Kurs vermittelt der Kursleiter in kurzen theoretischen Einheiten und praktischen Übungen, die leicht in den beruflichen Alltag integrierbar sind, wie man einem der letzten Tabus begegnen kann. Es werden mit Hilfe von Selbsterfahrung, Verluste in der eigenen Biographie betrachtet und mit einer neuen Perspektive versehen. Die eigenen Projektionen über Tod und Sterben werden in überraschenden Übungen bearbeitet, um mehr Leichtigkeit im Umgang mit dem Thema erfahrbar zu machen. Schließlich werden humorvolle, provokative Werkzeuge demonstriert, die zeigen, dass Sterben und Tod nur eine andere Form des Lebens darstellen.

Methoden:
Vortrag, Erfahrungsaustausch, Demonstration und Diskussion im Plenum, Kleingruppenübung, Selbsterfahrung

Ziel:
Erweiterung des eigenen (therapeutischen) Methodenwerkzeugkastens im Umgang mit Sterbenden und deren Angehörigen. Neue Perspektiven zum Thema Tod und Sterben werden entwickelt.

Kursgebühr:  320€

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