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Kurs 391  
16./17.03.2018         
Alpträume!!

Prof. Michael Schredl, Mannheim und Prof. Lutz Wittmann, Berlin

Inhalt:
Alpträume werden definiert als Träume mit starkem negativem Affekt, der zum Erwachen führt. Dabei werden idiopathische Alpträume, die keinen erkennbaren Auslöser haben und posttraumatische Alpträume, die auf das Erleben eines Traumas zurückgehen, unterschieden. Davon abzugrenzen ist das nächtliche Aufschrecken (Pavor nocturnus). Alpträume kennen fast alle Menschen, doch ca. 5% aller Menschen leiden unter Alpträumen, d.h., sie treten so häufig auf, dass sie belastend für den Alltag sind. Für Patienten mit psychischen Störungen wird die Zahl auf ca. 30% geschätzt. Bei Personen, welche unter einer posttraumatischen Belastungsstörung leiden, erhöht sich dies auf bis zu 70%. Die Erklärungsmodelle für Alpträume beinhalten Veranlagungsfaktoren und aktuelle Stressoren. Zusätzlich spielt die Vermeidung („Das war nur ein Traum.“) eine große Rolle. Auch wenn medikamentöse Ansätze nicht sehr erfolgversprechend sind (die einzige Ausnahme stellt Prazosin bei der Behandlung posttraumatischer Alpträume dar), gibt es einige psychotherapeutische Ansätze, vor allem die Imagery Rehearsal Therapy, die sehr effektiv mit wenig Zeitaufwand in der Praxis eingesetzt werden können. Diese kann zusätzlich zu einem bereits eingesetzten Verfahren durchgeführt werden. Des Weiteren können psychodynamische Überlegungen weitere Möglichkeiten aufzeigen, wie Alptraumerzählungen für die psychotherapeutische Arbeit nutzbar gemacht werden können.

Methoden:
Vortrag, Beantwortung mitgebrachter Fragen, Behandlung mitgebrachter Fälle, Diskussion. Das Seminar ist auf Wissensvermittlung ausgerichtet.

Ziel:
Die Teilnehmer erwerben Grundkenntnisse über Alpträume und die Fähigkeit, diese psychotherapeutisch zu behandeln.

Kursgebühr:  320€

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